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Dafür hat er Gerätschaften. Urkunden, Medaillen, Flaschen und Gläser von Worms nach Hamminkeln getragen, die schon sein Vater über Jahrzehnte gesammelt und aufbewahrt hat. Dafür hat er alles aufgebaut und angepflanzt, was einen ordentlichen Weinberg ausmacht. Neben den Weinstöcken finden sich Rosen (die im Weinberg beizeiten den Ausbruch von Pilzkrankheiten anzeigen müssen).
Weinbergpfirsiche gedeihen; Steinterrassen sind angelegt, Rebstöcke werden auf unterschiedliche Arten erzogen. Selbst das Terroir, das geschmacksbestimmende Zusammenspiel von Mikroklima, Bodenart und Landschaft kann der Besucher erleben. Eckhard Kloster hat Schiefer, Sandstein und Kalkgestein von zu Hause mitgebracht. In Wertherbruch verwittert der Stein in Sonne und Frost.

Der Weingarten mindert vielleicht auch das Heimweh. Eckhard Kloster sieht sein Gut in Worms nur noch tageweise. Ein Verwalter und ein paar Saisonkräfte kümmern sich um die Arbeit im Weinberg; ein Nachbar schaut im Keller nach dem Rechten. Kloster ist nur noch vor Ort, wenn die meiste Arbeit zu erledigen ist. Dem Wein bekommt es offenbar ganz gut, dass der Chef nur noch die Aufsicht führt. An die 60 000 Flaschen füllt Kloster Jahr für Jahr in Worms ab.

In Wertherbruch freilich macht er noch keinen Wein. Bislang gedeihen in seinem niederrheinischen Wingert nur „multiresistente Tafeltrauben". Was nicht so bleiben muss: Müller-Thurgau beispielsweise oder der Modewein Sauvignon Blanc hätten eine echte Chance, so weit nördlich zu reifen. Doch zuvor müsste sich Kloster mit der EU-Bürokratie anlegen: Der Weinanbau ist in der Union genehmigungspflichtig.
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